1. Dunkel Hell
REPRÄSENTANZ LEBENSLAUF ÜBER MICH ARTIST STATEMENT REFERENZEN

2018 - Present day: Akademie der Bildenden Künste Prag, Zeichen-Atelier von Jiří Petrbok

2014 - 2018: Akademie der Bildenden Künste Prag, Malerei-Atelier von Michael Rittstein

2012 - 2014: Karlsuniversität Prag, Pädagogische Fakultät

2004 - 2012: Gymnasium Malostranské, Prag

2020: Das Voynich-Gewächshaus, Czech Business Club, Prag

2020: Eine kleine niedliche Dunkelheit, Prager Stadtbibliothek, Artothek Opatov

2020: Klára Sedlo : Querschnitt, Landwirtschaftsministerium, Prag

2019: Im Innern der Wände, TÜV SÜD Gallery, Bratislava

2019: Das Skelett im Schrank, Barley Gallery, Prag

2019: Die Wahrheit liegt erst am Grund des Brunnens, Donuterie, Prag

2019: Sweet Demonica, Dudes&Barbies Gallery, Café Kavárna co hledá jméno, Prag

2019: Klára Sedlo, Klosterkirche St. Antonius von Padua, Sokolov

2019: Forged Rituals, Galerie Michail Ščigol, Prag

2019: Burgen in den Bergen, Gallery Bar/ák, Prague, Czechia

2019: Bizarre Schätze, Landwirtschaftsministerium, Prag

2019: Burgen in den Bergen, Galerie Bar/ák, Prag

2019: Der Himmel ist nicht nur oben, Theaterstudio, Ústí nad Labem

2018: Unterschwellige Mitteilung, Galerie na Miladě, Prag

2018: Sweetest Dream, Donuterie, Prag

2018: Dunkelheit unter der Sonne, Artery Gallery, Prag

2018: Licht draußen und Dunkelheit in uns, Theatergalerie des Divadlo 29, Pardubice

2018: Exterieur des Innenraums, Landwirtschaftsministerium, Prag

2017: Über die Oberflächlichkeit, Galerie Sladovna, Písek

2017: Klara Sedlo in der Galerie na Miladě, Prag

2016: Absurditäten, Café Dobrá trafika, Prag

2013: Barrandov, Theatergalerie des Divadlo Na Prádle, Prag

2020: Zeitgenössische tschechische und slowakische Malerei, Galerie NTK, Prag

2020: Die Muse der Musen: Die Frau, Galerie unter dem Rathaus, Ústí nad Orlicí

2020: Auf Flügeln der Kunst, Art Restaurant Mánes, Prag

2020: Wunderfabrik, Galerie pod Palmovkou, Prag

2019: Malba III, Galerie Vltavín - Galerie Millennium, Prag

2019: live painting in der H&M-Zone, Colours of Ostrava, Ostrava

2019: Mostyn Open 21, MOSTYN Gallery, Llandudno, Großbritannien

2019: YouAllDroveMeCrazy Vol. 2 Butterfly Effect, 54. internationales Filmfestival Karlovy Vary, Karlsbad

2019: Girls, Girls, Girls..., Černá labuť Art & Event Gallery, Prag

2019: From the Studio Floor, St. Barnabas Church, Cambridge, Großbritannien

2019: Art Prague 2019, Náměstí Republiky, Prag

2019: BBA Artist Prize 2019, BBA Gallery, Berlin

2019: Pulp Fiction, Vnitroblock, Prag

2019: Tra figurativo e informale, Galleria Merlino, Florenz, Italien

2018: Zeichnungs- und Gemäldeausstellung von Studenten der Akademie der Bildenden Künste AVU, Foyer des Rudolfinums, Prag

2018: Art Prague 2018, Clam-Gallas-Palast, Prag

2018: ArtSafari, studio Bubec, Prag

2018: Heart for Heart's Sake, Artery Gallery, Prag

2018: 32/36, Karlin Studios, Prag

2018: Zur Hälfte, Galerie Viaart, Prag

2018: Focus, Galerie Litera, Prag

2017: Das Attribut, Galerie Hybernská 4, Prag

2017: Art Prague 2017, Kafkahaus, Prag

2016: Žák, Honz, Sedlo, Wojnar, Galerie GAVU, Prag

2016: Natürliche Welt, Prague House in Brussels, Brüssel, Belgien

2016: Art Prague 2016, Kafkahaus, Prag

2016: Figurama 16, Katowice, Polen

2015: Josefská 7, Galerie 1, Prag

2014: Knapp daneben, Galerie Josef Liesler, Kadaň

Über mich

Wo ich studiert und ausgestellt habe, können Sie in meinem CV nachlesen. An dieser Stelle lasse ich alle Ausstellungen und Schulen beiseite und bringe Ihnen eher das näher, was Sie nicht im Lebenslauf nachlesen können. Etwas viel Persönlicheres - wie ich denke und wie ich schaffe.

Ich bin ein begeisterter Zuschauer. Nicht nur was Bilder anbelangt, sondern auch bei interessanten Formen und Kompositionen in meinem Blickfeld. Manchmal reißt mich an einer Haltestelle ein interessantes Farbgemisch, das aus einer zufälligen Menschengruppe und einer Tür hinter ihnen gebildet wird, aus dem Nachdenken. Ich liebe auch Autos der Farbe neapelgelb, mit der violett-grauen Farbe des Asphalts bilden sie wunderschöne Kontraste! Und vieles mehr. Außerdem ist es wohl keine Überraschung, dass ich meine größte Inspirationsquelle im Symbolismus finde. Und außer dem Symbolismus zum Beispiel auch in Illustrationen von Cyril Boud, dunklen Holzräumen alter Hütten und allen absurden sowie kitschigen bizarren Dingen, die sich der Normalität entziehen.

Was noch ist für mich typisch? Wahrscheinlich, dass ich analytisch bin. Zumindest im künstlerischen Umfeld ist es nicht sehr geläufig, Analytiker zu sein.

Ich komme einfach gerne auf das Wesen einer Sache. Auch bei der Malerei. Und deshalb gehe ich in meinen Figuren nicht von Fotos aus, sondern von „Lebendigem“. Es ist anstrengender, bringt jedoch ein tieferes Verständnis der Realität. Meine Besessenheit mit dem Analysieren von Dingen äußert sich auch darin, dass ich alle Farbtöne nur aus den drei Grundfarben und weiß anmische. Wohl alle meine Bilder sind auf eben diese Weise gemalt. Ich erforsche auch gerne, warum und wie das eine oder andere Bild lebt. Ich habe ein unendliches Bedürfnis, Dinge zu begreifen.

Andererseits bin ich aber auch chaotisch. Und im Schöpfungsprozess selbst auch intuitiv. Ich bin Synästhetiker – das bedeutet, dass mein Kopf Worte, Buchstaben, Zahlen und manche Geräusche bereits mein ganzes Leben lang in Farben umwandelt. Ich habe auch ein fotografisches Gedächtnis. An Dinge erinnere ich mich vor allem bildlich, als Kompositionen, zusammengemischt aus dem Visuellen der einen oder anderen Situation. Genauso sind auch Gefühle visuell.

Die Bilder definieren meist rückwirkend visuell eines meiner Gefühle oder eine Situation, die ich durchlebt habe. Es ist eine unerschöpfliche Quelle an Möglichkeiten, für die ich unendlich dankbar bin.

Und wie geht es weiter mit einem Bild? Ich fange die beschriebenen Visionen auf, meine Skizzenblöcke laufen von ihnen geradezu über. Zu Skizzen, die ich wochenlang nicht vergessen kann, kehre ich zurück, ich arbeite sie aus, erforsche sie (hier kommt meine analytische Komponente zum Einsatz) und dann male ich sie. Es ist aber frustrierend zu wissen, dass ich es niemals schaffe, alle in Bilder umzuwandeln – ich habe hundertfach mehr Visionen und Motive aufgezeichnet, als ich jemals schaffen könnte...

Und zum Schluss zwei Fragen, die ich am häufigsten höre.

„Seit wann malst du eigentlich?“
„Was würdest du machen, wenn du nicht malen könntest?“

Ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht daran, wann ich zu malen begonnen habe. Ich erinnere mich nicht an eine Zeit, in der ich es nicht getan hätte. Ich wusste immer, dass ich nicht glücklich würde, falls ich mich nicht der Malerei widmen könnte. Mit den Worten des Malers P. Bonnard: „Es geht nicht darum, das Leben zu malen, sondern der Malerei sein Leben zu widmen.“ Und mag es noch so pathetisch klingen, richte ich mich danach, dass es keinen Weg zurück gibt, seit ich mich einmal entschieden habe, der Malerei mein Leben zu widmen, da sie so fest mit meinem Leben verbunden ist, dass ich ohne sie eingehe.

Artist's statement

Ebenso, wie Kinder in Dingen oft lebende Objekte sehen, stelle auch ich meine Bilder aus Gegenständen zusammen, die in meiner Sicht der Welt Emotionen, ein Verhalten oder Sehnsüchte personifizieren und symbolisieren. Insbesondere faszinieren mich all die überflüssigen, niedlichen Dinge, die wir uns als Erwachsene kaufen, um das Gefühl von Trauer zu vertreiben. Ihre Darstellung ist für mich das Symbol einer oberflächlichen Denkweise.

Diese Oberflächlichkeit ist mein Grundthema. Es fasziniert mich, dass Menschen Angst haben, das tatsächliche Wesen von Dingen zu suchen und lieber in bequemen Schemata verbleiben. Viel zu oft suchen wir nach einfachen Lösungen. Und das ist genau das, was meine Bilder nicht bieten. Sie sind im Gegenteil vollgepackt. Voll von Symbolen, verborgenen Geschichten, seltsamen Beziehungen, und sie nötigen dazu, Fragen zu stellen. Ich nötige den Zuschauer dazu, ein Bild anzuschauen, auf dem nichts ist wie es scheint. Hier ist etwas beunruhigend Kompliziertes, was entschlüsselt werden muss. Es ist ein Bild, das - paradoxerweise - nicht beruhigt, trotz all der schönen Dinge, die darauf abgebildet sind.

Visuell bemühe ich mich darum, abstrakt mit dem Bild zu arbeiten, obgleich ich realistisch darstelle. Diese zwei Dinge schließen sich nicht aus. Ich arbeite mit den Szenen wie mit einer Collage und ziehe immer nicht nur in Betracht, was ich male, sondern auch, wohin und wie. Ich hasse die trendige Reduktion eines Bildes. Eine Anreicherung bietet viel mehr Möglichkeiten, wie mit einem Werk gearbeitet werden kann.

Und so bemühe ich mich, meine eigene bildnerische „Sprache“ zu schaffen, da keine derer, die existieren, gänzlich meinen Worten entspricht.